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Craps in Deutschland: Lizenz, Spielregeln und Kosten im Check

Aktuell für September 2026
Lizenziert
deVerfügbar in DE
Schnelle Auszahlungen
Nur 18+

Stand: 23 September 2026 · Geprüft gegen die Whitelist der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder (GGL).

Nahaufnahme eines Craps-Tisches mit zwei Würfeln und mehreren Setzfeldern.
Beim Come-Out-Wurf verliert die Pass-Line-Wette sofort bei den Würfelzahlen 2, 3 oder 12.

Craps ist in Deutschland ein Nischenspiel, und diese Nische hat eine ungewöhnliche Form. Während Spielautomaten unter einer bundesweit geltenden GGL-Erlaubnis stehen, fallen Tisch- und Live-Spiele wie Craps in eine andere Lizenzkategorie: die eines einzelnen Bundeslandes. Die Folge ist ein Markt, in dem dieselbe Würfelrunde für manche Spieler unter deutscher Aufsicht erreichbar ist und für andere nur über Anbieter, die in Halle an der Saale nicht im Register stehen. Wer die Pass-Line-Wette gegen ihren Hausvorteil aufrechnet, erkennt schnell, was ein Bonus an einem Tisch mit 1,41 % mathematischem Vorteil wirklich abverlangt.

Wie eine Craps-Runde funktioniert: Grundprinzip und Funktionsweise

Craps wird mit zwei sechsseitigen Würfeln gespielt, der Einsatz liegt, bevor der „Stickman“ die Würfel anspricht. Die wichtigste Wette ist die Pass-Line-Wette, die vor dem Eröffnungswurf, dem Come-Out-Wurf, gesetzt wird und mit 1:1 ausgezahlt wird. Sie trägt nach den Standardregeln, die Anbieter wie Ludomax und Crapsauthority dokumentieren, einen Hausvorteil von 1,41 % – der niedrigste Wert, den ein Craps-Tisch für eine Single-Roll-Entscheidung anbietet.

Nahaufnahme zweier rollender Würfel auf einem grünen Spieltisch.
Beim Come-Out-Wurf gewinnt die Pass-Line-Wette sofort bei einer 7 oder 11.
Wette Hausvorteil
Pass-Line 1,41 %
Don’t-Pass 1,36 %
Come 1,41 %
Don’t-Come 1,36 %
Place (6 oder 8) 1,52 %
Place (5 oder 9) 4,00 %
Place (4 oder 10) 6,67 %
Any Seven 16,67 %

Der Come-Out-Wurf entscheidet die Wette sofort, wenn eine Natural-Zahl fällt: 7 oder 11 bedeuten einen sofortigen Gewinn. Bei 2, 3 oder 12 verliert die Pass-Line-Wette sofort (Craps). Jede andere Zahl – 4, 5, 6, 8, 9 oder 10 – wird zum „Point“. Der Point muss jetzt vor einer 7 erneut gewürfelt werden; erscheint er wieder, gewinnt die Pass-Line-Wette; fällt vorher die 7 („Seven Out“), verliert sie. So entsteht die typische Craps-Runde: ein Eröffnungswurf, der entweder direkt auszahlt oder eine zweite Phase eröffnet.

Wer das Haus über die einzelne Pass-Line hinaus an die Table-Regeln binden will, setzt hinter dem Pass eine Odds-Wette, die ohne Hausvorteil auszahlt: 2:1 hinter Point 4 oder 10, 3:2 hinter Point 5 oder 9, 6:5 hinter Point 6 oder 8. Der Höchsteinsatz ist casinospezifisch und liegt nach verbreiteter Praxis beim 2- bis 10-fachen Grundeinsatz. Eine Wette ohne Hausvorteil ist in Craps die Ausnahme, nicht die Regel – die meisten anderen Felder kosten mehr.

Die Place-Wetten auf 6 oder 8 zahlen 7:6 mit 1,52 % Hausvorteil, auf 5 oder 9 zahlen 7:5 mit 4,00 %, auf 4 oder 10 zahlen 9:5 mit 6,67 %. Wer eine Wette pro Runde sucht, die Seven oder Craps trifft, zahlt dafür satt: „Any Seven“ bringt 4:1 bei 16,67 % Hausvorteil, „Any Craps“ liegt bei 11,11 %, „Yo“ (11) ebenfalls bei 11,11 %. Die Hardways-Wetten zahlen 7:1 oder 9:1, je nach Zahl, mit 9,09 bis 11,11 % Hausvorteil. Big 6 und Big 8 sind in Craps Sonderwetten, die 1:1 auszahlen – sie sind fast immer die schlechteste Wahl, weil die identisch auszahlende Place-Wette auf 6 oder 8 bei richtiger Quotierung 7:6 statt 1:1 bringt und damit den Hausvorteil von 9,09 % auf 1,52 % drückt.

Die einzigen beiden Wetten, die unter dem Strich weniger kosten als die Pass-Line, sind Don’t-Pass und Don’t-Come mit 1,36 % Hausvorteil. Wer Don’t-Pass spielt, wettet gegen den Werfer – bei 7 oder 11 verliert die Wette, bei 2 oder 3 gewinnt sie, bei 12 wird üblicherweise gepusht (Unentschieden). Der Unterschied von 0,05 Prozentpunkten zur Pass-Line ist real, aber im Verhältnis zum 5-Sekunden-Intervall und zum 1.000-Euro-Depositlimit der deutschen Regulierung praktisch bedeutungslos: Craps bleibt ein Spiel, in dem das Haus bei fast jeder Wette mitläuft, und der Spieler entscheidet nur, wie teuer jede Runde ist.

Rechtslage: Craps in Deutschland zwischen GGL-Erlaubnis und Landeskonzession

Die deutsche Glücksspielregulierung unterscheidet seit dem 1. Juli 2021 zwei getrennte Erlaubnistypen. Die bundesweit geltende virtuelle Automatenspiele-Erlaubnis der GGL deckt ausschließlich Online-Slots ab und nichts, was einem Würfel- oder Kartentisch entspricht. Craps fällt definitionsgemäß nicht darunter. Für Online-Casinospiele – Tisch- und Live-Spiele – ist die Erlaubnis eines einzelnen Bundeslandes erforderlich; die GGL führt in ihrer Whitelist unter dem für diesen Zweck vorgesehenen Eintrag Online-Casinospiele nur fünf Positionen, und alle fünf sind Landeskonzessionen: Merkur Bets Malta (Schleswig-Holstein), NOVOLINE.DE GmbH (Schleswig-Holstein), Skill On Net (Schleswig-Holstein) und Tipico Karlsruhe (Schleswig-Holstein) sowie die Staatliche Lotterie- und Spielbankverwaltung (Bayern).

Nahaufnahme einer gedruckten Anbieterliste neben einem amtlichen Prüfsiegel.
Die GGL-Whitelist verzeichnete zum Stand 07.09.2026 insgesamt 166 Einträge, davon 34 unter virtuelle Automatenspiele.

Die Whitelist der GGL verzeichnet zum Stand 07.09.2026 insgesamt 166 Einträge. Davon entfallen 34 auf virtuelle Automatenspiele, 27 auf Sportwetten, 5 auf Online-Poker und eben jene 5 auf Online-Casinospiele. Diese Verteilung ist bemerkenswert: ein bundesweiter GGL-Slot-Topf, der fast siebenmal so groß ist wie die Kategorie, in die Craps fällt. Wer nach „Craps“ sucht, sucht nicht nach einem Slot, sondern nach einer Live-Dealer-Lösung hinter einer Landeskonzession – oder nach einem Anbieter, der diese Voraussetzung nicht erfüllt.

Die GGL veröffentlicht ausschließlich eine Whitelist, keine schwarze Liste. Die einzige belastbare Aussage der Behörde zu einem nicht zugelassenen Anbieter lautet, er sei „nicht in der Whitelist der GGL geführt“ – eine direkte Aussage „illegal“ liefert die Behörde selbst nicht. Das ändert nichts an der strafrechtlichen Seite: Unerlaubtes Glücksspiel bleibt nach § 284 StGB (Veranstalten) und § 285 StGB (Teilnahme) eine Straftat. Die GGL verfolgt in der Praxis Anbieter, nicht Spieler; aber die Aussage „nicht auf der Whitelist“ bedeutet für den Spieler, dass OASIS-Sperren, das 1.000-Euro-Depositlimit und die 5-Sekunden-Pause zwischen Slots dort nicht greifen.

Wer in Deutschland Craps spielen will, muss also eine von drei Lagen akzeptieren: einen Landeskonzessions-Anbieter, der Live-Craps im Programm hat; einen staatlichen Spielbank-Betreiber; oder einen Offshore-Anbieter, der mit deutscher Erlaubnis nichts zu tun hat. Die nächste Strecke ordnet das ein.

Spielerschutz: OASIS, LUGAS und das 1.000-Euro-Limit

Die deutsche Regulierung hat für jeden lizenzierten Anbieter dieselbe Schutzarchitektur. OASIS ist die bundesweite Spielersperrdatei: jeder Anbieter muss vor der ersten Einzahlung abfragen, ob eine Selbstsperre vorliegt. Wer gesperrt ist, kann bei keinem anderen lizenzierten Anbieter spielen, bis die Sperre aufgehoben wird. LUGAS besteht aus zwei Komponenten: die Limitdatei setzt das anbieterübergreifende Einzahlungslimit von 1.000 Euro pro Monat durch (es kann gegen Nachweis der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit erhöht werden), die Aktivitätsdatei verhindert paralleles Spiel auf mehreren Plattformen gleichzeitig.

Diese Schutzmechanismen greifen nicht bei Offshore-Anbietern. Wer bei einem nicht zugelassenen Casino spielt, ist nicht durch OASIS erfasst, fällt nicht unter LUGAS und kann auf unbestimmte Zeit ohne 5-Sekunden-Pause spielen. Das klingt nach einem Vorteil und ist gleichzeitig das, was das Angebot vom lizenzierten Markt trennt: kein Sperrabgleich, keine Einzahlungsgrenze, keine Aufsicht. Für einen Spieler mit funktionierender Selbstkontrolle verschwindet das Schutznetz, das beim lizenzierten Anbieter mitläuft.

Das monatliche 1.000-Euro-Limit ist nach Erfahrung mit Spielern, die sich selbst disziplinieren, ausreichend dimensioniert; es ist kein Vorschlag, sondern eine regulatorische Obergrenze. Das gilt für Craps genauso wie für Slots: jede Wette, die an einem Live-Tisch platziert wird, zählt gegen dasselbe Limit, unabhängig davon, ob der Anbieter sie als „virtuelles Automatenspiel“ oder als „Online-Casinospiel“ deklariert.

Spielauswahl: Wo Craps in Deutschland tatsächlich am Tisch liegt

Wer nach „Craps“ auf einer Plattform mit deutscher Lizenz sucht, sieht sich einer schmalen Auswahl gegenüber. Die Lizenz für Online-Casinospiele auf Landesebene ist die Voraussetzung dafür, dass ein Anbieter überhaupt Live-Craps anbieten darf; die Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele deckt Würfel- und Tischspiele nicht ab. Die in der GGL-Whitelist geführten Slot-Plattformen – darunter die bundesweit aktiven Marken – tauchen für Craps nicht als Quelle auf.

Die staatliche Sächsische Spielbanken-GmbH & Co. KG betreibt DIE SPIELBANK, dessen Erlaubnis seit dem 03.11.2022 besteht und über das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt erteilt wurde. Externe Verzeichnisse wie Artofcraps, Besteonlinecasinos und Casinospiele führen die Plattform als einen Anbieter, an dem Live-Craps erreichbar ist. Diese Listen sind keine Belege für die GGL oder eine andere Aufsichtsbehörde; sie geben lediglich wieder, was Craps-Interessierte aus den Listings herauslesen.

Merkur Spiel ist einer von fünf Anbietern mit Online-Casinospiele-Erlaubnis auf Landesebene. Live-Craps ist bei vielen Landeskonzessionären nicht explizit aufgeführt; die Marke steht hier als ein Beispiel dafür, dass Tisch- und Live-Spiele im GGL-System überhaupt nur über Landeskonzessionen möglich sind. Die übrigen drei Landeskonzessionäre – NOVOLINE, Skill On Net und Tipico Karlsruhe – sind Slots- und Live-Anbieter, die ebenfalls unter diese Regulierungsform fallen.

Bei den Offshore-Plattformen ist das Bild heterogen. Ice Casino wird über WhiteBox B.V. (Curaçao) betrieben und ist in Craps-Listings bei games.evolution.com zu finden; das ist ein Hinweis darauf, dass Evolution-Live-Dealer-Tische im Programm liegen könnten, aber kein Beleg für eine deutsche Lizenz – der Anbieter steht nicht in der GGL-Whitelist. Slottica (Slottica.com) wird über Atlantic Management B.V. (Curaçao, Lizenz OGL/2024/1060/0472) betrieben und ist ebenfalls nicht zugelassen. Für beide gilt: keine OASIS-Abfrage, kein LUGAS-Limit, keine deutsche Aufsicht.

Wer Craps als Live-Tisch spielen will, bewegt sich in Deutschland also entlang einer schmalen Front: staatliche Spielbanken, Landeskonzessionäre mit Tischspiel-Erlaubnis oder Offshore-Anbieter ohne deutsche Bindung. Die folgende Übersicht zeigt die verfügbaren Anbieter.

Anbieter im Vergleich: Lizenz, Craps-Angebot, Bonusstruktur

Die Tabelle ordnet die verfügbaren Anbieter nach verschiedenen Merkmalen. „Lizenzstatus“ zeigt, ob der Anbieter in der GGL-Whitelist geführt wird und welcher Erlaubnistyp zugrunde liegt. „Craps-Verfügbarkeit“ beschreibt, ob ein Craps-Angebot bekannt ist – das schließt Anbieterangaben und Drittverzeichnisse ein. „Bonusstruktur“ führt die Bonusmodelle auf, mit den genannten Umsatzfaktoren und Begrenzungen. Wo keine Größe definiert ist, steht ein em-Strich.

Anbieter Lizenzstatus (GGL-Whitelist) Craps-Verfügbarkeit Bonusstruktur
JackpotPiraten Whitelist, virtuelle Automatenspiele
BingBong Whitelist, virtuelle Automatenspiele
DIE SPIELBANK Whitelist, staatlicher Betreiber Sachsen Listings bei Artofcraps.com, Besteonlinecasinos.com, Casinospiele.de
Merkur Spiel Whitelist, Online-Casinospiele (Schleswig-Holstein)
Tipico Games Whitelist, virtuelle Automatenspiele
Wunderino Whitelist, virtuelle Automatenspiele
Ice Casino nicht zugelassen, Curaçao (WhiteBox B.V.) Listings bei games.evolution.com 40× Rollover auf Einzahlungsbonus, 35× auf Freispielgewinne
Slottica nicht zugelassen, Curaçao (Atlantic Management B.V., OGL/2024/1060/0472)

Die Tabelle trägt vier einfache Punkte: Craps ist in Deutschland über GGL-Erlaubnis nur über wenige Landeskonzessionäre erreichbar; die Slot-Erlaubnis umfasst Craps nicht; Offshore-Plattformen tauchen in Craps-Listings auf, ohne deutsche Lizenz; und Boni sind nur dort in Zahlen belegt, wo die Recherche eine Quelle hat. Was die Spalte „Bonusstruktur“ nicht zeigt, ist die Reibung, die ein Bonus an einem Craps-Tisch erzeugt – das ist Inhalt der nächsten Strecke.

Was ein Craps-Bonus wirklich kostet: Umsatzbandbreite und Hausvorteil

Ein Bonus an einem Craps-Tisch unterliegt denselben Reibungsverlusten wie an einem Slot, nur auf einer anderen mathematischen Grundlage. Die Recherche nennt für Ice Casino einen Rollover von 40× auf den Einzahlungsbonus und 35× auf Gewinne aus Freispielen. Multipliziert man den Bonusbetrag mit dem Umsatzfaktor, ergibt sich der erforderliche Umsatz; teilt man ihn durch einen angenommenen Einsatz pro Wurf, erhält man die Zahl der Würfe, die zum Freispielen nötig sind.

Eine Beispielrechnung mit 100 Euro Bonus und 40× Rollover: erforderlicher Umsatz = 4.000 Euro. Bei einem typischen Pass-Line-Einsatz von 5 Euro pro Wurf sind 800 Würfe nötig. Die Pass-Line zahlt 1:1 bei einem Hausvorteil von 1,41 %; auf 800 Würfe gerechnet, ergibt das einen erwarteten Verlust von 4.000 × 0,0141 = 56,40 Euro. Der erwartete Verlust pro 100 Euro Bonus liegt damit in der Größenordnung von 50 bis 60 Euro, abhängig vom Einsatz pro Wurf und vom genauen Hausvorteil der ausgewählten Wette. Wer statt Pass-Line auf Don’t-Pass setzt (1,36 % Hausvorteil), drückt den erwarteten Verlust auf etwa 54 Euro; wer auf Place 6 oder 8 ausweicht (1,52 %), hebt ihn auf rund 61 Euro. Die Spannweite – sie hängt vollständig davon ab, welche Craps-Wette der Spieler wählt und welchen Bonusbetrag der Anbieter gewährt.

Diese Werte sind statistische Erwartungen über viele Würfe unter den genannten Annahmen, keine Garantie für eine einzelne Session. Craps ist ein Hochfrequenzspiel: an einem Live-Tisch fallen 50 bis 80 Würfe pro Stunde, in schnellen Online-Varianten mehr. Bei 60 Würfen pro Stunde dauert das Freispielen von 800 Würfen rund 13 Stunden reine Spielzeit – eine Größenordnung, die zeigt, warum Boni mit hohem Rollover an Craps-Tischen eine andere Größenordnung von Zeit binden als an Slots mit ihren kurzen Round-Trip-Zeiten.

Die deutsche Regulierung schiebt dieser Mechanik einen zusätzlichen Riegel vor: das 5-Sekunden-Intervall gilt für virtuelle Automatenspiele und nicht für Live-Craps, aber das 1.000-Euro-Depositlimit pro Monat gilt plattformübergreifend für jeden lizenzierten Anbieter. Bei einem Live-Craps-Bonus auf einer Landeskonzessions-Plattform zählt jeder Einsatz gegen dasselbe Limit. Wer mit dem Bonus spielt, spielt mit Blick auf eine zweite Obergrenze.

Was ein Craps-Bonus bei höherem Rollover kostet

Nicht jeder Anbieter verlangt 40×. Die Recherche hält für Ice Casino 40× auf Einzahlungsboni und 35× auf Freispielgewinne fest; andere Offshore-Plattformen operieren mit ähnlichen Faktoren, oft zwischen 30× und 50×. Die Spanne ist breit, und sie entscheidet darüber, was ein 100-Euro-Bonus real bedeutet.

Bei 30× Rollover sind 3.000 Euro Umsatz nötig, bei 50× sind es 5.000 Euro. Mit 5 Euro pro Wurf: 600 bzw. 1.000 Würfe. Erwarteter Verlust auf der Pass-Line: 42 Euro bei 30×, 71 Euro bei 50×. Der Hausvorteil bleibt 1,41 %, der Unterschied entsteht allein durch die Menge an Umsatz, die der Spieler dem Hausvorteil aussetzt. Daraus folgt: Wer einen Craps-Bonus annimmt, akzeptiert einen erwarteten Verlust, der linear mit dem Rollover und mit dem Einsatz pro Wurf wächst. Die einzige Stellschraube, die er auf seiner Seite hat, ist die Auswahl der Wette – Don’t-Pass mit 1,36 % ist die günstigste Variante, Place 6 oder 8 mit 1,52 % die teuerste unter den Standardwetten.

Diese Bandbreite – sie liegt je nach Rollover und Wette zwischen 40 und 80 Euro pro 100 Euro Bonus – ist das, was ein Leser mitnehmen sollte, bevor er einen Bonus aktiviert. Ein 200-Euro-Bonus mit 40× Rollover verdoppelt den erwarteten Verlust auf rund 113 Euro; ein 50-Euro-Bonus mit 35× Rollover bringt ihn auf etwa 25 Euro. Die Formel bleibt dieselbe: erwarteter Verlust = Bonus × Rollover × Hausvorteil der gespielten Wette.

Anbieter im Detail

Die folgenden Abschnitte gehen die acht erfassten Anbieter einzeln durch. Sie ordnen Lizenzstatus, Craps-Angebot und Bonusstruktur ein und geben ein Urteil darüber, für wen das Angebot passt – und für wen nicht.

JackpotPiraten

JackpotPiraten wird von der DGGS Deutsche Gesellschaft für Glücksspiel mbH betrieben, die auch BingBong führt, und ist in der GGL-Whitelist unter „Virtuelle Automatenspiele“ mit bundesweit länderübergreifendem Vertriebsgebiet gelistet. Die Lizenz deckt Slots, keine Tisch- und Live-Spiele. Für Craps findet die Recherche keine belastbare Belegstelle; das Angebot richtet sich klar an Slot-Spieler, nicht an Craps-Spieler. Wer eine Plattform mit deutscher Lizenz und einem möglichst breiten Slot-Sortiment sucht, ist hier richtig – wer Craps will, muss weitergehen.

BingBong

BingBong ist die zweite Plattform der DGGS mbH, ebenfalls in der GGL-Whitelist unter „Virtuelle Automatenspiele“ gelistet. Die RTP-Übersicht der Plattform listet rund 1.200 Spiele von mehr als 15 Herstellern – ein anderer Spielebestand als auf JackpotPiraten, trotz identischem Betreiber. Craps wird dort nicht geführt; die Plattform ist ein spezialisierter Slot-Anbieter. Dass die Lizenz nicht für Tischspiele reicht, bedeutet: Wer BingBong mit Craps-Erwartung öffnet, sucht am falschen Regal.

DIE SPIELBANK

Die staatliche Sächsische Spielbanken-GmbH & Co. KG betreibt DIE SPIELBANK und ist mit ihrer Erlaubnis, die seit dem 03.11.2022 über das Landesverwaltungsamt Sachsen-Anhalt erteilt wurde, einer von wenigen Anbietern, an dem Craps in Deutschland überhaupt reguliert erreichbar scheint. Externe Listings wie Artofcraps.com, Besteonlinecasinos.com und Casinospiele.de führen die Plattform. Diese Listings sind keine GGL-Aussagen und keine Lizenzbestätigung, sie spiegeln nur, was Craps-Interessierte dort finden. Wer Live-Craps mit deutscher Lizenz spielen will, landet bei dieser Plattform wahrscheinlich am ehesten – mit dem Vorbehalt, dass die Listings die Plattform als Craps-Quelle nennen, nicht die GGL selbst.

Merkur Spiel (Merkur-spiel.de)

Merkur Bets Malta Limited betreibt Merkur Spiel und gehört damit zu den fünf Anbietern in der GGL-Whitelist unter „Online-Casinospiele“, deren Erlaubnis auf Landesebene erteilt wurde (Schleswig-Holstein). Das ist die Lizenzkategorie, die Craps grundsätzlich ermöglicht. Ein direkter Beleg, dass die Plattform Live-Craps führt, ist nicht öffentlich; die Lizenzkategorie ist jedoch der entscheidende Rahmen. Für einen Spieler, der einen Landeskonzessionär mit Tisch- und Live-Erlaubnis sucht, ist Merkur ein Kandidat.

Tipico Games (games.tipico.de)

Tipico Games Limited ist in der GGL-Whitelist unter „Virtuelle Automatenspiele“ geführt. Damit ist die Plattform ein Slot-Anbieter, kein Craps-Anbieter. Tipico ist als Marke breit bekannt; das ändert nichts daran, dass die Erlaubnis Craps nicht abdeckt. Wer Tipico mit Craps-Erwartung öffnet, sieht Slots.

Wunderino

Megapixel Entertainment Limited betreibt Wunderino.de, das ebenfalls als virtuelle Automatenspiele in der GGL-Whitelist geführt wird. Auch hier: Slot-Lizenz, keine Tisch- und Live-Erlaubnis, keine Craps-Belegstelle. Für Slot-Spieler im lizenzierten Markt ist Wunderino eine Option; für Craps-Spieler nicht.

Ice Casino

Ice Casino wird über WhiteBox B.V. (Curaçao, Company Number 155412) betrieben und ist nicht in der GGL-Whitelist geführt. Das Angebot richtet sich an Spieler in Deutschland, fällt aber nicht unter deutsche Erlaubnis. Die Recherche nennt für den Einzahlungsbonus einen Rollover von 40× und für Gewinne aus Freispielen 35×. Evolution-Live-Dealer-Tische sind über games.evolution.com gelistet, was ein Hinweis auf Craps im Programm ist, aber kein Beleg für eine deutsche Lizenz. Für einen Spieler, der Craps an einem Live-Tisch spielen will und bereit ist, die deutsche Schutzarchitektur (OASIS, LUGAS, 1.000-Euro-Limit) hinter sich zu lassen, ist Ice Casino eine Plattform mit Craps-Angebot – mit allen Konsequenzen, die das Fehlen der Lizenz mit sich bringt.

Slottica

Slottica wird über Atlantic Management B.V. (Curaçao, Lizenz OGL/2024/1060/0472) betrieben und steht ebenfalls nicht in der GGL-Whitelist. Für Craps findet sich keine belegte Stelle. Slottica ist hier als ein Beispiel dafür aufgeführt, dass Offshore-Anbieter ohne Craps-Beleg trotzdem im Suchbild auftauchen – die Lizenz Curaçao besagt über das Spielangebot nichts. Wer auf Slottica Craps sucht, findet keine bestätigte Stelle.

Was die Recherche offenlässt

Drei Punkte bleiben bei einer objektiven Einordnung offen. Erstens: Welche der fünf Landeskonzessionäre tatsächlich Live-Craps im Programm haben, ist über die GGL-Whitelist nicht feststellbar. Zweitens: Welche Boni oder Bonusstrukturen die lizenzierten Anbieter aktuell anbieten, variiert. Drittens: Welche Online-Casinospiele-Plattformen neben den genannten Anbietern Craps tatsächlich führen, bleibt bei vielen Betreibern eine offene Frage.

Diese Lücken sind hier transparent benannt, weil sie die Vergleichbarkeit der Tabelle einschränken. Eine vollständige Craps-Übersicht über deutsche Anbieter ist mit den vorhandenen Quellen nicht zu liefern; das ist eine Aussage über den Datenstand, nicht über den Markt.

Was bleibt: ein kurzes Fazit

Craps in Deutschland ist ein Spiel, das an wenigen Tischen und unter wenigen Lizenzen stattfindet. Die GGL-Erlaubnis für virtuelle Automatenspiele umfasst das Spiel nicht; die Erlaubnis für Online-Casinospiele liegt bei fünf Anbietern, von denen einer über externe Listings als Craps-Quelle geführt wird. Wer Craps mit deutscher Lizenz spielen will, bewegt sich in einem engen Korridor und akzeptiert eine kleine Auswahl an Plattformen. Wer Craps an einem Live-Tisch spielen will und Offshore-Plattformen nicht ausschließt, findet ein breiteres Angebot, gibt aber OASIS, LUGAS und das 1.000-Euro-Limit ab.

Die Mathematik bleibt dieselbe: Pass-Line mit 1,41 %, Don’t-Pass mit 1,36 %, alles andere teurer. Ein 100-Euro-Bonus mit 40× Rollover kostet auf der Pass-Line erwartet rund 56 Euro, an Wettarten mit höherem Hausvorteil mehr. Wer diese Zahlen vor Augen hat, kann entscheiden, ob ihm ein Craps-Bonus die Reibung wert ist – unabhängig davon, ob er an einem lizenzierten oder einem Offshore-Tisch spielt.

Häufige Fragen

Ist Craps in deutschen Online-Casinos legal spielbar?

Craps fällt unter die Kategorie „Online-Casinospiele“ und ist damit nur über die Erlaubnis eines Bundeslandes spielbar, nicht über die bundesweite GGL-Slot-Erlaubnis. Die GGL-Whitelist führt in dieser Kategorie fünf Anbieter; ob alle fünf Live-Craps im Programm haben, ist aus der Whitelist nicht ablesbar.

Wann gewinnt die Pass-Line-Wette beim Come-Out-Wurf sofort?

Die Pass-Line-Wette gewinnt beim Eröffnungswurf sofort bei einer 7 oder 11 (Natural). Bei 2, 3 oder 12 verliert sie sofort; jede andere Zahl eröffnet die Point-Phase, in der der Point vor einer 7 erneut gewürfelt werden muss.

Bei welchen Würfelzahlen verliert die Pass-Line-Wette sofort?

Beim Come-Out-Wurf verliert die Pass-Line-Wette sofort bei 2, 3 oder 12 (Craps). Fällt stattdessen 7 oder 11, gewinnt sie sofort; bei 4, 5, 6, 8, 9 oder 10 wird die Zahl zum Point.

Was bedeutet der Begriff Come-Out-Wurf beim Craps?

Der Come-Out-Wurf ist der Eröffnungswurf einer Runde, bevor ein Point gesetzt ist. Er entscheidet über Natural-Gewinn (7 oder 11), Craps-Verlust (2, 3 oder 12) oder die Eröffnung der Point-Phase (4, 5, 6, 8, 9 oder 10).

Gibt es Craps als Live-Tisch in deutschen Online-Casinos?

Craps taucht in Drittanbieter-Listings auf Plattformen mit Online-Casinospiele-Erlaubnis auf, etwa DIE SPIELBANK. Die GGL-Whitelist selbst führt Craps nicht als eigene Kategorie; die Verfügbarkeit ist anbieter- und lizenzabhängig.

Welche Grundwetten gibt es beim Craps neben der Pass-Line?

Neben Pass-Line gibt es Don’t-Pass (Hausvorteil 1,36 %), Come und Don’t-Come (1,41 % bzw. 1,36 %), Place-Wetten auf 4/5/6/8/9/10 (1,52 bis 6,67 %), Odds hinter Pass/Come (0 %), sowie Single-Roll-Wetten wie Any Seven, Any Craps, Yo und Hardways mit Hausvorteilen zwischen 9 und 17 Prozent.

Erstellt von der Redaktion von „Krypto Casino Info”.